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Lohnlücke endlich schließen

„Wir brauchen endlich eine Frauenministerin, die arbeitsmarktpolitisch handelt, statt die drängenden Probleme zu ignorieren oder kleinzureden. Es wird Zeit, dass Frauen endlich so viel Lohn erhalten, wie sie verdienen“, so Yvonne Ploetz, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion von DIE LINKE, zum Equal Pay Day am 23. März 2012 und den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entgeltdifferenz zwischen Männern und Frauen (gender pay gap), nach denen es in den letzten sieben Jahren keine Verbesserungen gegeben hat. Der durchschnittliche Bruttoverdienst von Frauen liegt weiterhin durchschnittlich 23 Prozent unter dem der Männer. Ploetz weiter:

„Wenn Ministerin Schröder sich darauf zurückzieht, dass rund zwei Drittel des Lohnunterschiedes auf die Berufswahl von Frauen, mit ihrer angeblich mangelnden Berufserfahrung, mit ihrem Arbeitszeitumfang oder mit der Befristung von Arbeitsverträgen zurückzuführen ist, dann ist das an sich schon ein Skandal. Denn sie suggeriert, dass dies alles Gründe für einen Lohnabstand sind, die nicht durch einen politischen Willen beseitigt werden können.

Wir brauchen ein Tarifsystem, indem sogenannte Frauenberufe im Dienstleistungsbereich nicht länger schlechter eingestuft werden, als im technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen. Und wir brauchen einen Mindestlohn von zehn Euro, denn der Frauenanteil im Niedriglohnbereich beträgt über 70 Prozent. Wir müssen unfreiwillige Teilzeitarbeit bei Frauen dadurch bekämpfen, indem wir ausreichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten für alle schaffen. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Frauen auch dann rund acht Prozent weniger verdienen als Männer, wenn sie eine vergleichbare Tätigkeit bei gleichwertiger Qualifikation ausüben.

Dies alles sind offene Formen der Diskriminierung denen wir begegnen müssen, indem wir mehr Transparenz über betriebliche Bezahlungen schaffen und die Betriebs- und Personalräte mit weitreichenden Kontrollrechten ausstatten. Wir benötigen endlich ein gut ausgearbeitetes Entgeltgleichheitsgesetz.“