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16. Juli 2010

LINKE fordert Runden Tisch für jugendpolitische Initiativen im Saarpfalz-Kreis

In den vergangenen Wochen erfolgten mehrere Vorstöße des Saarpfalz-Kreises, der Städte, Gemeinden, der Jugendpflege und der Kreisverwaltung zum Schutz Jugendlicher. Darüber, „dass Jugendliche und ihre Ideen, Bedürfnisse und Lebenswelten in den politischen  Fokus des Saarpfalz-Kreises rücken“, freut sich Yvonne Ploetz, jugendpolitische Sprecherin der LINKE Saarpfalz und Bundestagsabgeordnete.

„Dieses politische Interesse muss aber dringend ausgebaut werden. Ich wünsche mir, dass vom Saarpfalz-Kreis jugendpolitische Initiativvorschläge in die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ausgehen“, so Ploetz.

 

Kritisch sieht sie die einseitige Ausrichtung der Konzeption. „Man kann verstärkten Alkoholkonsum nicht nachhaltig eindämmen, wenn man den Problemen nicht an die Wurzel begegnet und sich fragt, was eigentlich dahinter steht. Jugendliche sind mit 19 % die am stärksten von Armut betroffene Altersgruppe. Für die 'Generation Prekär‘ wird ein sicherer Arbeitsplatz mit einem guten Einkommen immer mehr zum unerreichbaren Wunschtraum. Über ein Drittel der Jungen arbeitet in sogenann­ter ‚atypischer Beschäftigung‘. Immer seltener werden sie nach einer Ausbildung übernommen. Bildungspolitische Strukturen, von Turboabitur bis Bologna, heißen übersetzt Pauken bis zur Erschöpfung.“

 

Und weil das Thema so weitreichend und komplex sei, fordert Ploetz einen Runden Tisch an dem Bewältigungsstrategien erarbeitet werden. „Die Erarbeitung muss aber gemeinsam mit jungen Menschen und sozialen Verbänden erfolgen. Dabei biete ich meine Unterstützung und Mitarbeit jederzeit an“, so Ploetz abschließend.