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17. August 2010

Einsatz von saarländischen Neonazi-Größen auf dem Rocco del Schlacko-Festival unerträglich

Irritiert zeigte sich die Abgeordnete der Linken im Deutschen Bundestag, Yvonne Ploetz, angesichts der bekannt gewordenen Vorwürfe, im Rahmen des Püttlinger Musik-Festivals Rocco Del Schlacko am vergangenen Wochenende seien saarländische Neonazi-Größen im Security-Dienst beschäftigt worden.

Nach Angaben von Festivalbesuchern und einer Pressemitteilung der Antifa Saar/Projekt AK vom 16. August waren führende Aktivisten aus saarländischen Kameradschaften als Sicherheitskräfte beim Rocco Del Schlacko-Festival angestellt. Im Rahmen des Auftritts der Berliner Band Egotronic kam es demnach zu Übergriffen aus den Reihen des Security-Dienstes, dessen Mitglieder Fahnen mit antifaschistischen Symbolen heruntergerissen hätten. Die Band habe darauf hin ihren Auftritt unterbrochen und die Sicherheitskräfte aufgefordert, ihre Provokationen zu unterlassen.

„Eine Stellungnahme der Festival-Veranstalter wäre erfreulich und könnte entstandene Irritationen ausräumen. Es ist in der Tat eine schwer erträgliche Vorstellung, dass etwa alternative Jugendliche oder Festivalgäste mit Migrationshintergrund beim Besuch eines Musikfestivals den Anweisungen einschlägig bekannter Aktivisten aus der saarländischen Naziszene Folge leisten sollen, deren direkter Gewalt sie in anderen Bereichen immer wieder ausgesetzt sind“, so Ploetz.