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12. Dezember 2011

Chefsessel statt Vorzimmer: Flexiquote bedroht auch Gleichstellung im Öffentlichen Dienst!

„Die Flexiquote der Frauenministerin Schröder ist ein Symbol für die Biegsamkeit des politischen Rückgrats dieser Regierung in der Frauenfrage“, bewertet die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Yvonne Ploetz, Schröders erneuten Vorstoß in Richtung Flexiquote in Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern auch in Bundesbehörden und Unternehmen mit Bundesbeteiligung.

Ploetz weiter: „Es ist ganz selbstverständlich, dass bei einer Quotenregelung der öffentliche Dienst den börsennotierten Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen  muss. Doch auch hier blieben die Umsetzung  festgelegter Quotierungen und Selbstverpflichtungen ein zahnloser Tiger. Selbst in Schröders eigenem Ministerium führte die Vorgehensweise zu ungenügenden Ergebnissen. Dort gibt es keine einzige Staatssekretärin und nur eine von fünf Abteilungsleitungen ist von einer Frau besetzt. Und auch in der Privatwirtschaft bedeuten zehn Jahre Selbstverpflichtung zehn Jahre Tatenlosigkeit. Die DAX-Unternehmen bremsen die Frauenquote schlichtweg aus, und führen die butterweiche Frauenpolitik Schröders vor.

All das kann für die Zukunft nur heißen: Nach zehn Jahren verfehlter Selbstverpflichtung muss es endlich eine gesetzlich festgeschriebene Quote geben, die den Rechten der Frauen Geltung verschafft und ein Schritt in Richtung Gleichstellung von Männern und Frauen ist. Daher fordern wir die 50%-Quote für Bundesbehörden und Privatwirtschaft – die Hälfte der Macht für Frauen.“